Inspirationen aus der Magazin Welt

Produktdesigner

Von Bierdeckeln und 3-D-Druckern

Chris von MallinckrodtChris von Mallinckrodt

Chris von Mallinckrodt ist Zimmermann, Architekt und Produktgestalter. Seinen Objekten merkt man die Freude an der Beschäftigung mit Material, Form und Konstruktion an. Für MAGAZIN hat er aus Stahlblech die gefaltete Wandkonsole SCHLUND entworfen.

SCHLUND ist Ablage und Verstaumöbel der besonderen Art! Einzeln oder auch in Reihe nebeneinander gehängt organisiert SCHLUND zumindest einen Teil des Haushalts: im Flur die Handschuhe, Schlüssel, Telefone der Familie, neben dem Bett den Bücherstapel und den prominenten Wecker und im Büro das viele dies und das. So schafft SCHLUND Ordnung und ist als kleines charmantes Möbelstück an vielen Stellen willkommener Helfershelfer. Ein MAGAZIN-Produkt, entwickelt und produziert von MAGAZIN.

Wandkonsole Schlund

Kurz nachgefragt: Chris von Mallinckrodt im Interview

Du arbeitest mit unterschiedlichen Materialien. Welches davon hast Du am liebsten?

Ich freue mich über die Vorzüge von vielseitigen Werkstoffen. Als gelernter Zimmermann schlägt mein Herz allerdings in besonderer Weise für Holz! Es altert würdevoll. Es lässt sich gefügiger und einfacher bearbeiten als Stein oder Metall. Du brauchst bloß einen Hammer, einige Nägel, eine scharfe Säge und – zack – alles ist möglich! Das funktioniert sogar ohne Strom.

Welche Rolle spielen neue Herstellungstechniken für Deinen Gestaltungsansatz?

Ich finde den 3-D-Druck in zweierlei Hinsicht sehr interessant:
Aus Sicht des Architekten ist die flexible Produktion des 3-D-Druckes besonders spannend für kundenspezifische Einzelanfertigungen oder Kleinserien. Aus Sicht des Handwerkers gefällt mir die Vorstellung, dass sich die Produktionsmittel vom Monopol der Industrie lösen. Davon könnten künftig auch kleinere Betriebe profitieren.

Wie würdest Du Deine Arbeitsweise beschreiben, um von der Idee zum fertigen Produkt zu gelangen?

Das Bild eines verworrenen, roten Fadens trifft es wahrscheinlich am besten. Am Anfang hat man nur ein diffuses Ziel im Kopf und daraus folgt eine Mischung aus Recherche, Ausprobieren, Verwerfen und Weiterdenken. Als Werkzeuge in dem Prozess sind alle Mittel recht: von der Skizze auf
dem Bierdeckel über das physische Modell, bis hin zum 3-D-Modell.

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