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    Zieta – Forschen und Tüfteln als Programm

    Zieta „Ich manifestiere die Technologie!“, so der energisch programmatische Ausruf von Oskar Zieta, der sich viel mehr als Prozessdesigner denn als Gestalter versteht. Vor allem stellt sich Zieta, der in Polen das nach ihm benannte Label ZIETA betreibt, die Frage, wie man hauchdünnes Blechmetall so stabilisieren kann, um es für den Möbelbau zu optimieren. Zieta ist eigentlich Architekt, das sieht man seinen ingeniös konstruierten Entwürfen an. Weiterlesen

     

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    ZIETA – Möbeldesign unter Hochdruck

     

    Eigentlich sieht sich der gebürtige Pole Oskar Zieta nicht so sehr als Designer, sondern eher als Forscher und Tüftler. Er setze nur die technischen Rahmenbedingungen, den Rest mache das Blech, erklärt er zum Beispiel zur Entstehungsgeschichte seines Hockers Plopp. Trotzdem oder genau deswegen hat Oskar Zieta für Plopp den Red Dot Designpreis erhalten. Jahrelange Forschungsarbeit war vonnöten, um die Technologie FIDU, die "Freie Innendruck-Umformung", zu entwickeln. Das Kunstmagazin "art" bedachte daher Oskar Zieta auch mit dem Titel "Daniel Düsentrieb des computergenerierten Blechdesigns". Das von Zieta 2007 gegründete Unternehmen ZIETA PROZESSDESIGN produziert heute viele weitere außergewöhnliche Objekte; auch Prototypen und limitierte Editionen finden sich darunter.

    Oskar Zieta - revolutionäres Design
    Plopp ist, vereinfacht ausgedrückt, ein Hocker aus Metall, der aussieht wie aufgeblasen. Im Grunde genommen ist er das auch. Doch statt weichen Gummis und luftiger Anmutung erwartet den Nutzer hartes und sehr widerstandsfähiges Blech. Rund anderthalb Tonnen soll der Hocker Plopp tragen können. Das Verfahren, das hinter dem aufgeblasenen Blech steckt, ist eine Wissenschaft für sich. FIDU nennt der gelernte Architekt Oskar Zieta den Prozess, mit dem sich ein bisschen Metall in extravagante Designobjekte verwandeln lässt. Mit der Freien Innendruck-Umformung bringt Zita zwei verschweißte und lasergeschnittene Stahlplatten mit Druck in eine dreidimensionale Form. Jedes so entstehende Möbelstück ist letztendlich ein Original, da sich nicht bis ins Detail steuern lässt, wie sich das Blech beim Aufblasen unter Druck verhält.

    ZIETA Möbel - Leichtigkeit in Metall
    Längst beschränkt sich ZIETA PROZESSDESIGN nicht mehr nur auf aufgeblasene Hocker. 2014 präsentierte Oskar Zieta die neue Technologie 3+. Bei dieser Technik werden zwei dünne Metallplatten so miteinander verbunden, dass sie ein stabiles Sandwichpaneel ergeben. Aus diesen Paneelen lassen sich gleichermaßen Möbel herstellen wie futuristisch anmutende Fassadenelemente. Um die Fantasie seiner Kunden anzuregen, hat Oskar Zieta auch Möbel aus den Platten entworfen und Zusatzwerkzeuge kreiert. So gibt es Tische in allen Größen, Stühle und Bänke, die aus den 3+-Paneelen bestehen. Lackiert, oder für den Einsatz im Freien auch galvanisiert, sind die Platten erhältlich. Und natürlich sind der Kreativität der Verbraucher keine Grenzen gesetzt: Aus den 3+-Platten lassen sich auch Regale, Tresen, Werkbänke und Raumteiler herstellen.

    ZIETA Pakiet - es muss nicht immer Blech sein
    ZIETA wird allgemein mit Metall assoziiert. Doch für den findigen Designer Oskar Zieta muss es nicht immer Blech sein. Pakiet ist eine modulare Möbelserie - und besteht zum Großteil aus Holz. Die Holztische Pakiet bestehen aus fünf Millimeter starken Sperrholzplatten, die mit Federstahlklammern aus Rohstahl zusammengehalten werden. Möbel aus der Pakiet Serie werden als Bausatz geliefert. Mit den Federstahlklemmen werden die Einzelteile werkzeugfrei zusammengesetzt und erhalten so ihre Stabilität. Die Tische können unbehandelt verwendet werden. Geölt, gewachst oder in bunten Farben lackiert, wird aus jedem Pakiet Tisch ein individuelles Möbelstück.

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