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Trüffelsau auf Beutesuche


Trüffelsau auf Beutesuche Sammler folgen einem Instinkt, der sie auf Flohmärkte und vor den Rechner treibt, um beispielsweise seltenen Kämmen, Zollstöcken, Haartrocknern oder Überraschungseiern nachzuspüren. Mit größerem Geldbeutel ausgestattet folgen sie dem Ruf internationaler Auktionshäuser, die mit Schmuck, Autos, Kunst und Design locken. MAGAZIN ist ebenfalls der Leidenschaft fürs Rare erlegen und offeriert in München einmal pro Jahr moderne Klassiker.

Sammler ist nicht gleich Sammler, so wie sich auch echte Trüffelpilze nicht nur von Schweinen, sondern auch von Hunden erschnüffelt lassen. Genau genommen handelt es sich beim Trüffelschwein um eine geschlechtsreife Sau, die deswegen nach dem Pilz zu graben beginnt, weil der dominante Duftstoff des Trüffels dem Sexualduftstoff des Ebers ähnelt und das Schweinshirn nur noch an das Eine denken lässt. Der speziell abgerichtete Hund dagegen kann die Trüffel zwar erschnüffeln, leidenschaftliches Interesse geht ihm jedoch ab.

Den „Hunden“ seien darum Auktionshäuser empfohlen, die Statussymbole an meistbietende Einkäufer zur Steigerung ihres Prestiges versteigern. „Schweine“, die ihre Trophäen nicht nur zeigen, sondern auch benutzen wollen, suhlen sich am liebsten unter ihresgleichen, dass heißt mit Händlern, die mal Sammler waren. Der Schritt vom Sammler zum Händler ist so klein wie der Platz, welchen der Sammler zum Horten hat. Reicht dieser nicht mehr aus, bietet er seine Sammlung zum Verkauf an, um kurz darauf mit dem gewonnenen Geld erneut das Lager aufzufüllen.

Zum Beispiel mit so genannten „modernen Klassikern“, um sie im MAGAZIN zu verkaufen. Von den Sammlern werden sie für die Bedeutung, die sie in ihrer jeweiligen Zeit hatten, geliebt. Für ihre Entstehungsgeschichte, die eng mit der Vita ihres Schöpfers verbunden ist, für ihre Materialität und ihre benutzten Oberflächen. Zudem empfinden

Sammler, die sich mit Vintage-Möbeln einrichten, es als befriedigend, sich nicht der vorkonfektionierten Werbeund Warenwelt aussetzten zu müssen, sondern einen eigenen Stil entwickelt zu haben. Zu ihrem Leidwesen kommen Werbeindustrie, Zeitschriften und Fernsehsender ihnen jedoch immer schneller auf die Schliche, adaptieren das Exotische und blasen es zu Stylingtrends auf. Dank weltweiter Verbreitung von Lavalampen muss ein Sammler, der sich zu poppigen Möbeln der 1970er bekennt, fürchten, als simpler Trendhopper verleumdet zu werden. Es bleiben als letzte Zuflucht für ihn nur noch die 1980er und 1990er. Er kann aber auch auf Trends pfeifen und weiter seinem Instinkt folgen, auch wenn es sich dabei um Standards handelt. MAGAZIN bietet ihm hierzu einen Ort.

MAGAZIN München veranstaltet im Februar einen Jour Fixe mit Vintage-Möbeln. Melden Sie sich bei www.magazin.com/vintage an und Sie erhalten von uns eine Einladung mit dem genauen Termin.

> www.magazin.com/vintage

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